Keine Tatsache mehr
Mit üblichen Labormethoden lassen sich die meisten in der Natur vorkommenden Mikroorganismen kultivieren.
Was wir heute wissen
Traditionelle Laborkulturen – das Wachstum von Mikroorganismen unter kontrollierten Bedingungen – erfassen nur einen Teil der Mikroorganismen aus der Umwelt. Viele benötigen ungewöhnliche Nährstoffe, Partnerorganismen, Wirtszellen, sehr langsames Wachstum, geringe Nährstoffkonzentrationen oder Bedingungen, die sich nur schwer nachbilden lassen.
Warum sich das änderte
Die Mikrobiologie entwickelte sich anhand von Organismen, die im Labor sichtbare Kolonien bildeten, und erzeugte dadurch ein verzerrtes Bild der mikrobiellen Vielfalt. Direkte Zellzählungen, molekulare Sequenzierung, Metagenomik und neue Kultivierungsmethoden machten die sogenannte „great plate count anomaly“ sichtbar.
- Status
- Widerlegt
- Kategorie
- Mikrobiologie
- Akzeptiert für
- ≈100 Jahre
- Ungefähr akzeptiert
- Spätes 19. bis spätes 20. Jahrhundert
- Ungefähr geändert
- 1970er- bis 2000er-Jahre