Keine Tatsache mehr
Riesige Sauropoden waren zu schwer, um ihr eigenes Gewicht an Land zu tragen, und mussten deshalb einen Großteil ihres Lebens im Wasser verbringen.
Was wir heute wissen
Sauropoden waren überwiegend Landtiere, deren Gliedmaßen, Füße und Skelette enorme Lasten tragen konnten. Sie gingen ins Wasser und konnten wahrscheinlich schwimmen, brauchten aber kein tiefes Wasser, um ihren Körper zu stützen. Ihre luftgefüllten Knochen und ihr pneumatisches Atmungssystem machten sie im Wasser sogar besonders auftriebsstark und beim Schwimmen potenziell instabil.
Warum sich das änderte
Für Tiere, deren Größe die Grenzen der Fortbewegung an Land zu sprengen schien, war das Wassermodell intuitiv plausibel und blieb lange populär, obwohl einzelne Paläontologen früh für landlebende Sauropoden argumentierten. Fährten, Gliedmaßen- und Fußanatomie, Sedimentologie und biomechanische Analysen sprachen zunehmend für ein Leben an Land. Coombs bündelte 1975 viele dieser Befunde; spätere Computermodelle zeigten zusätzlich, dass die Pneumatisierung der Sauropoden tiefes Eintauchen eher mechanisch unpraktisch als notwendig machte.
- Status
- Widerlegt
- Kategorie
- Paläontologie
- Akzeptiert für
- ≈75 Jahre
- Ungefähr akzeptiert
- Spätes 19. Jahrhundert bis 1970er-Jahre
- Ungefähr geändert
- 1960er-Jahre bis 1975