Keine Tatsache mehr

Träume treten nur im REM-Schlaf auf.

Was wir heute wissen

Träumen kann sowohl im REM- als auch im Non-REM-Schlaf auftreten. REM-Träume sind oft lebhafter und erzählerischer, doch auch Aufweckungen aus dem Non-REM-Schlaf können detaillierte Traumberichte ergeben.

Warum sich das änderte

Nach der Entdeckung des REM-Schlafs 1953 führte seine starke Verbindung mit lebhaften Traumberichten dazu, dass viele Forschende REM mit Träumen gleichsetzten. Spätere Aufweckungen aus dem Non-REM-Schlaf und bildgebende Hirnstudien zeigten, dass Traumerleben nicht auf eine Schlafphase beschränkt ist.

Status
Widerlegt
Kategorie
Neurowissenschaften
Akzeptiert für
≈7 Jahre
Ungefähr akzeptiert
1950er- bis 1970er-Jahre
Ungefähr geändert
1960er- bis 2000er-Jahre

Die Entdeckung des REM-Schlafs in den 1950er-Jahren schien erstmals einen objektiven physiologischen Marker für etwas zu liefern, das zuvor fast nur über subjektive Berichte zugänglich gewesen war. Wenn Forschende Menschen während REM weckten, berichteten diese häufig von lebhaften Träumen. Nach dem Aufwecken aus anderen Schlafstadien wurden Träume seltener erinnert.

Aus dieser starken Verbindung wurde leicht eine Gleichsetzung: REM-Schlaf ist Träumen. Doch dieselbe experimentelle Methode erlaubte es auch, die Behauptung zu prüfen. Forschende, die systematisch während des Non-REM-Schlafs weckten, erhielten ebenfalls Berichte über Bilder, Gedanken und teilweise ausführliche Traumerlebnisse.

Spätere neurophysiologische Untersuchungen und Hirnbildgebung trennten den Schlafzustand noch deutlicher vom bewussten Erleben innerhalb dieses Zustands. REM bleibt besonders stark mit lebhaften, emotionalen und erzählerischen Träumen verbunden, ist aber weder für jeden Traum notwendig noch garantiert REM, dass nach dem Aufwachen ein Traum erinnert wird.

Traumforschung hat dabei ein grundsätzliches Messproblem: Ob ein Traum stattgefunden hat, wissen Forschende normalerweise erst, wenn jemand aufwacht und davon berichtet. Erinnerung hängt deshalb sowohl vom Zeitpunkt des Aufweckens und vom Gedächtnis als auch vom zugrunde liegenden Schlafstadium ab.

Evidenz

Quellen und was sie belegen

Frühere Auffassung

Historischer Kontext

Aktuelle Evidenz

  • What happens during sleep?Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development

    Erklärt, dass Träume im REM-Schlaf meist besonders lebhaft sind, aber auch im Non-REM-Schlaf auftreten können.

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