Keine Tatsache mehr
Die Plazenta ist eine vollständige Barriere, die den Fötus vor Medikamenten, Chemikalien und Infektionen im Blut der Mutter schützt.
Was wir heute wissen
Die Plazenta ist ein selektives Austauschorgan und keine undurchlässige Wand. Sie lässt Sauerstoff und Nährstoffe zum Fötus gelangen und Abfallstoffe in die Gegenrichtung passieren; zugleich können aber auch viele Medikamente, Alkohol, Umweltchemikalien, Antikörper und manche Infektionen sie überwinden oder ihre Funktion beeinflussen.
Warum sich das änderte
Der Ausdruck „Plazentaschranke“ förderte die Vorstellung, schädliche Stoffe im mütterlichen Blut würden vom Fötus ferngehalten. Angeborene Infektionen, Messungen von Arzneistoffen im fetalen Kreislauf, Alkoholschäden und besonders die Fehlbildungen durch Thalidomid zeigten, dass dieser Schutz unvollständig ist.
- Status
- Eingeschränkt
- Kategorie
- Medizin
- Akzeptiert für
- ≈76 Jahre
- Ungefähr akzeptiert
- Spätes 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts
- Ungefähr geändert
- 1940er- bis 1960er-Jahre