Keine Tatsache mehr
Homo floresiensis war lediglich ein moderner Mensch mit einer Krankheit oder Wachstumsstörung.
Was wir heute wissen
Die meisten Fachleute erkennen Homo floresiensis als eigenständige archaische Menschenart und nicht als erkrankten modernen Menschen an. Seine ungewöhnliche Anatomie findet sich bei mehreren Individuen und umfasst eine Kombination ursprünglicher Merkmale, die sich durch eine einzelne Erkrankung nur schlecht erklären lässt.
Warum sich das änderte
Das erste gut erhaltene Skelett war extrem klein und besaß ein sehr kleines Gehirn, weshalb Erkrankungen wie Mikrozephalie, bei der das Gehirn ungewöhnlich klein bleibt, oder endokrine Leiden vorgeschlagen wurden. Weitere Fossilien und detaillierte Untersuchungen von Schädel, Zähnen, Handgelenk, Schulter, Fuß und Gliedmaßenproportionen machten eine pathologische Erklärung als Homo sapiens zunehmend unplausibel.
- Status
- Widerlegt
- Kategorie
- Menschliche Evolution
- Akzeptiert für
- ≈12 Jahre
- Ungefähr akzeptiert
- Konkurrierende fachliche Hypothese, 2004 bis 2010er-Jahre
- Ungefähr geändert
- Späte 2000er-Jahre bis heute